Nonnengänse am Pilsumer Leuchtturm, © Onno K. Gent

Hotspot der Natur: Zugvogeltage und Frisian Summer
Die niedersächsische Nordseeküste im Herbst

Schortens und Hamburg, Juni 2019 (gr) Das niedersächsische Wattenmeer gehört zu den bedeutendsten Rastgebieten für Zugvögel in Europa. Im Herbst legen hier mehr als eine Million der gefiederten Gäste einen Zwischenstopp ein. September und Oktober sind die beste Zeit für Vogelgucker, mit den Zugvogeltagen vom 12. bis 20. Oktober als Höhepunkt. Dazu verwandelt der „Frisian Summer“ die Salzwiesen in ein Meer aus Gelb, Rot und Purpur. Dort ist auch der beste Platz, um die Zugvögel aus nächster Nähe zu beobachten.

Zugvogeltage: Per Schiff und Rad zu den gefiederten Gästen

Riesige Vogelschwärme und ein gut organisiertes Programm machen die 11. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zu einem besonderen Ereignis für Naturfreunde. Die Küstenorte bieten vom 12. bis 20. Oktober ein prall gefülltes Programm an, bei dem Hobby-Vogelkundler die Tiere auf Exkursionen zu Fuß aus nächster Nähe erleben können. Wer nicht wandern möchte, erlebt das Naturspektakel während einer Radtour oder bei einem Schiffstörn.

Hier einige Beispiele:

Per Schiff zu den wilden Gänsen: Die meisten wilden Gänse brüten in den Tundren Nordrusslands und Sibiriens. Sie kommen zum Überwintern zu Tausenden nach Norddeutschland. Frühaufsteher können die Tiere vom Wasser aus entdecken: Begleitet von erfahrenen Vogelkundlern sticht die Gruppe bei Sonnenaufgang mit der MS „Jens Albrecht“ in See, um nach den Gänsen Ausschau zu halten. Während des Törns erfahren die Teilnehmer mehr über die lange Reise der Vögel und warum das Wattenmeer so wichtig für sie ist.

Wann: 13. Oktober, vom Außenhafen Hooksiel aus auf die Jade, Start 7 Uhr

Mit dem Ranger zu den Zugvögeln: Ranger achten darauf, dass Zugvögel ungestört im Nationalpark rasten können. Doch dazu brauchen die gefiederten Gäste ausreichend Rastplätze – zum Beispiel auf renaturierten Salzwiesen. Sommerdeiche wurden geöffnet und Priele angelegt, sodass die Wiesen bei Cappel-Neufeld seit zwölf Jahren wieder unter dem Einfluss der Gezeiten stehen. Brut- und Rastvögel haben das Gebiet schnell für sich entdeckt. Wer mehr über die „Geburt“ der neuen Salzwiesen und die gefiederten Besucher erfahren will, geht mit Nationalpark-Ranger Frank Penner auf eine Exkursion, wobei der Ranger auch gern Einblicke in seine Arbeit gibt.

Wann: 14. Oktober an der Wurster Nordseeküste, Gesamtstrecke 6 Kilometer

Vögel gucken für Familien: Spuren lesen und knifflige Rätsel lösen, so macht Vögel beobachten auch Kindern Spaß. Eine spannende Rallye lotst die ganze Familie – zu Fuß oder per Rad – von einem Hotspot für Zugvögel zum nächsten. Auf insgesamt 15 Kilometern erfahren die Teilnehmer dabei eine Menge über die Tiere und entdecken die schönsten Beobachtungspunkte im Land hinter dem Deich in der Krummhörn – so heißt die Region rund um Greetsiel.

Wo: Krummhörn bei Greetsiel, täglich 12. bis 17. Oktober, für Kinder ab 8 Jahren

Wer lieber auf eigene Faust loszieht, steuert eine der vielen Beobachtungsstationen an, die eigens für die Zugvogeltage aufgebaut wurden. Zum Beispiel den „Vogelturm“ an der Hafenausfahrt von Varel mit Blick über den Jadebusen, wo Insider den Besuchern erklären, welche Zugvögel dort gerade zu sehen sind. Auch im rot-gelb-geringelten Pilsumer Leuchtturm stehen Experten den Hobby-Ornithologen Rede und Antwort.

Wann: in Varel vom 12. bis 21. Oktober; am Pilsumer Leuchtturm vom 12. bis 17. Oktober

Organisiert werden die Zugvogeltage von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer.

Auf den Salzwiesen: Frisian Summer und Vögel aus nächster Nähe

Im Wattenmeer befindet sich das größte zusammenhängende Salzwiesengebiet Europas. Entstanden vor Tausenden von Jahren, bilden die Salzwiesen den Übergang zwischen Watt und Festland. Im Herbst erleben Besucher dort bei geführten Exkursionen den so genannten Frisian Summer und Zugvögel aus der Nähe – eine Sinfonie aus Farben und Klängen.

Hören: Das sogenannte Birdspotting wird von Jahr zu Jahr beliebter. Bei Ebbe sind die Zugvögel im Watt nur aus großer Entfernung zu sehen. Bei Flut versammeln sich jedoch viele Vögel in den Salzwiesen – perfekt, um sie dort aus nächster Nähe zu beobachten. Und zu hören: Die rauen Rufe der Nonnengänse vermischen sich mit dem Gurren der Eiderenten und dem hellen Flöten des Großen Brachvogels – ein Orchester der Vogelstimmen.

Sehen: Wer im Herbst über die Salzwiesen und das Wattenmeer blickt, entdeckt Farben, die an den berühmten Indian Summer in Kanada denken lassen. Der „Frisian Summer“ verwandelt die saftigen, grünen Salzwiesen mit den Schlickgräsern und Quellerpflanzen in ein Meer aus leuchtendem Gelb, dunklem Purpur und sattem Rotbraun.

Erkunden: Bei geführten Touren durch das Watt und die herbstlichen Salzwiesen lassen sich die Geheimnisse des einzigartigen Lebensraums am besten erkunden. Zum Beispiel bei einer Wanderung in den Sonnenuntergang mit Wattführerin Jessica Supthut in Neßmersiel. Mit etwas Glück beobachten die Teilnehmer, wie Tausende Gänse zu ihren Schlafgewässern fliegen oder wie dichte Wolken arktischer Watvögel über den Salzwiesen aufsteigen. Wer lieber auf eigene Faust unterwegs ist, findet auf den Salzwiesenpfaden Schautafeln mit Erklärungen zu den Tieren und Pflanzen. Beispielsweise im Küstenbadeort Neßmersiel mit Start am Vogelbeobachtungsturm oder auf der Halbinsel Butjadingen. Der Naturerlebnispfad Langwarder Groden führt dort mitten in eine entstehende Salzwiese hinein.

Weitere Infos zu den Zugvogeltagen:

https://www.die-nordsee.de/herbst

 

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