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Die Nordsee GmbH zieht Halbjahresbilanz: Positive Wachstumsraten trotz wechselhafter Wetterlage

Die touristische Marketingorganisation für die niedersächsische Nordseeküste, Bremerhaven und die Ostfriesischen Inseln zieht für das erste Halbjahr 2015 eine positive Bilanz. Trotz sparsam dosierter Sonnenstrahlen in den vergangenen Wochen verzeichnete die Urlaubsregion steigende Gäste- und Übernachtungszahlen. Ein Grund dafür waren die Open-Air-Veranstaltungen, die in den großen Hafenstädten wie Wilhelmshaven und Bremerhaven aber auch auf der Insel Norderney für viel Zulauf sorgten. So wurde der typische Strandurlaub vielerorts durch Veranstaltungen im Bereich Kunst und Kultur ergänzt.

Zwei Mal im Jahr gehen die Mitglieder der Gastronomie-Kooperation "Die Seesterne" ins Watt. Mit samt ihrer Ausrüstung bereiten sie leckere Schollen zu., © Wangerland Touristik GmbH

Schortens, 21. August 2015 – Die touristische Marketingorganisation für die niedersächsische Nordseeküste, Bremerhaven und die Ostfriesischen Inseln zieht für das erste Halbjahr 2015 eine positive Bilanz. Trotz sparsam dosierter Sonnenstrahlen in den vergangenen Wochen verzeichnete die Urlaubsregion steigende Gäste- und Übernachtungszahlen. Ein Grund dafür waren die Open-Air-Veranstaltungen, die in den großen Hafenstädten wie Wilhelmshaven und Bremerhaven aber auch auf der Insel Norderney für viel Zulauf sorgten. So wurde der typische Strandurlaub vielerorts durch Veranstaltungen im Bereich Kunst und Kultur ergänzt.

Positive Entwicklungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet beispielsweise die Familien- und Camping-Region Wangerland. Die Wangerland Touristik GmbH registrierte bis 30. Juni knapp sechs Prozent mehr Gästeanreisen bei knapp zwei Prozent mehr Gästeübernachtungen. Dabei habe sich die Bettenauslastung in Horumersiel-Schillig besser entwickelt als in anderen Orten. “Wir führen dies auf den wesentlich höheren Hotelanteil in Horumersiel-Schillig im Vergleich zu anderen Orten zurück und sehen darin eine Folge der demografischen Entwicklung“, sagt Friedo Gerdes von der Wangerland Touristik GmbH. Nach den Erfahrungen der örtlichen Tourist-Information bevorzugten ältere Gäste ohne Kinder die Unterbringung im Hotel, Familien hingegen entschieden sich häufig für Ferienwohnungen. Im Bereich Camping lässt sich ein Trend zu kürzeren Aufenthalten erkennen. Auf die Auslastung habe dies jedoch keine negativen Einflüsse: „Wir verzeichnen eine Steigerung der angereisten Personen bei gleichzeitigem Rückgang der Aufenthaltsdauer“. Hier wirke sich der anhaltende Anstieg der Reisemobile aus, die in der Regel eine kürzere Aufenthaltsdauer haben.

Nach ersten Hochrechnungen ergeben sich ähnliche Entwicklungen auf den Ostfriesischen Inseln. „Unsere Halbzeitbilanz fällt sehr positiv aus“, sagt Herbert Visser, Pressesprecher der Staatsbad Norderney GmbH. Insgesamt gebe es eine Zunahme an Gästen und Übernachtungszahlen. Zusätzlich verzeichnet Norderney aufgrund der guten Fährverbindungen eine große Anzahl an Tagestouristen. Besonders frequentiert ist die Insel alljährlich zum White Sands Festival oder zur Summertime@Norderney. „In diesem Jahr waren die Open-Air-Konzerte von Revolverheld und Rae Garvey ausgebucht“, so Visser.

Auch die Musikveranstaltungen entlang der Küste waren in der ersten Jahreshälfte echte Publikumsmagneten. Zu den Höhepunkten zählten das Festival Stars@ndr2 in Wilhelmshaven sowie die Konzerte von Joe Bonamassa und Toto in Bremerhaven. Beide Städte legten zu Beginn der zweiten Jahreshälfte kräftig nach. In Wilhelmshaven lockten das StreetArtFestival und das Pumpwerk-Open-Air Festival am ersten August-Wochenende Einheimische und Gäste in die Innenstadt. Mitte August zog die Sail in Bremerhaven alle Aufmerksamkeit auf sich. Insgesamt 1,2 Millionen Besucher ließen sich das Windjammer-Spektakel nicht entgehen. Neben Bremerhaven profitierte das Umland von der 5-tägigen Veranstaltung. So verzeichneten die Wurster Nordseeküste und Butjadingen in dieser Zeit eine höhere Auslastung.

Für Carolin Wulke, Geschäftsführerin der Nordsee GmbH, verdeutlicht sich in der ersten Jahreshälfte eine weitere Entwicklung: „Jene Gäste, die nicht auf die Schulferien angewiesen sind, entdecken die Vor- und Nachsaison für sich. Daraus ergibt sich eine leichte Entzerrung der Reiseströme. Gleichzeitig kommen wir unserem angestrebten Ziel der Saisonverlängerung ein Stück näher.“

Gut übernachten