Armin Korok, Aufsichtsratsvorsitzender, und Carolin Wulke von der Nordsee GmbH nehmen die neuen Schilder von Peter Lienau, dem Leiter der Seehundstation in Norddeich entgegen. Die Nordsee GmbH wird diese Schilder nun in den einzelnen Orten verteilen., © Seehundstation Nationalpark-Haus Norddeich

Achtung, Heuler voraus!
Neue Hinweisschilder sollen auf richtiges Verhalten mit Jungtieren aufmerksam machen

Schortens/Norddeich, 16. Juni 2017 – An der Nordsee beginnt die Geburtenzeit der Seehunde. Entlang der Strände sind nun wieder vermehrt die Jungtiere anzutreffen. Trotz Aufklärungsarbeit der Nationalpark-Häuser und Wattführer verhalten sich Menschen im Umgang mit den Seehundsprösslingen leider immer noch falsch. Neue Hinweisschilder an der gesamten niedersächsischen Küste sollen nun noch deutlicher darauf aufmerksam machen, dass die kleinen Heuler Ruhe benötigen und Abstand gehalten werden muss.

Ende Mai beginnt die sechswöchige Wurfzeit der Seehunde. Gut einen Monat werden die Jungtiere dann von ihren Müttern gesäugt. Danach sind sie auf sich gestellt und müssen die Jagd nach Fischen selbst erlernen. Immer wieder wird dieser natürliche Prozess durch den Menschen gestört. Die Folge: Die Mutter kehrt oft nicht zu ihrem Jungen zurück. Der kleine Heuler bleibt am Strand zurück und verwaist. Um diesem enormen Stress für die Tiere vorzubeugen, sind die Seehundstation Norddeich und weitere Akteure des Naturschutzes bemüht, Touristen sowie Einheimische über das richtige Verhalten in diesem Fall aufzuklären.

Verhalten beim Seehundfund
Das erste Gebot für den Menschen im Falle eines Seehundfundes ist das Abstandhalten. Der Heuler gerät so nicht in zusätzlichen Stress und die Chance bleibt bestehen, dass die Mutter des Heulers Kontakt zu ihrem Sprössling aufnehmen kann. Auch der Mensch sollte nicht in Panik geraten, denn Seehunde sind Einzelgänger und nutzen freie Flächen zum Ruhen. Nicht jeder allein anzutreffende Seehund benötigt Hilfe.

Hinweistafeln zieren künftig Orte und Inseln
Passend zur aktuellen Wurfzeit hat das Nationalpark-Haus Seehundstation Norden-Norddeich neue Hinweisschilder produzieren lassen, die über den Seehundfund aufklären. So werden am kommenden Freitag, den 16. Juni insgesamt 77 Schilder stellvertretend von der Seehundstation an Die Nordsee GmbH übergeben. Die Tafeln werden dann in Kürze an der Wurster Nordseeküste, in Butjadingen und Dangast, im Wangerland, in Norden-Norddeich sowie auf den Inseln Langeoog und Baltrum über den Fund eines Heulers informieren und aufklären.  

Gefährdungen reduzieren
Neben starken Stürmen sind es vor allem die Störungen durch den Menschen und der Müll in der Nordsee, die den Seehunden und anderen Bewohnern der Nordsee und des Wattenmeeres zu schaffen machen. Schutzmaßnahmen zum Erhalt des Lebensraumes sind deshalb unabdingbar. Mit kleinsten Maßnahmen wie dem Einhalten der Schutzzonen des Nationalparks und der Müllvermeidung kann jeder Einzelne zum Schutz unseres Wattenmeers und seiner Lebewesen beitragen.

Bildunterschrift: Armin Korok, Aufsichtsratsvorsitzender, und Carolin Wulkevon der Nordsee GmbH nehmen die neuen Schilder von Peter Lienau, dem Leiter der Seehundstation in Norddeich entgegen. Die Nordsee GmbH wird diese Schilder nun in den einzelnen Orten verteilen. ©Die Nordsee GmbH

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