Das Wattenmeer gehört zum Weltnaturerbe.

Von Jesteburg in der Lüneburger Heide, verschlägt es den gebürtigen Bockhorner mit seiner Frau Esther immer wieder zurück an die Nordsee. Während ihres Studiums in Emden haben sie sich die Zeit genommen, einige Orte zu entdecken.
Die Faszination Nordsee ist sehr groß und noch längst nicht ausgeschöpft. Aus diesem Grund freuen sich die Diplom-Sozialpädagogin und der angehende Berufsschullehrer auf eine spannende Woche mit viel Action, Entspannung und Erholung.
Wir wünschen viel Spaß und eine unvergessliche Tester-Reise.

Name: Esther und Michi
Alter: 32 Jahre, 37 Jahre
Wohnort: Jesteburg
Reisezeitraum: 20. bis 26. September 2010
Es hieß Abschied nehmen von Borkum und wir flogen erneut mit einem kleinen Flugzeug der LFH (Luftverkehr Friesland Harle) über die Nordsee. Wetterbedingt war der Flug diesmal um einiges pannender: es regnete, war windig und wolkig. Dennoch brachte der Pilot uns sicher nach Harle. Dort angekommen waren wir froh unser Auto auf dem Parkplatz wiederzusehen. Wir fuhren sogleich nach Horumersiel ins Hotel Leuchtfeuer, ein Hotel mit tollem Ambiente, sehr schönen, gemütlichen Zimmer und freundlicher Atmosphäre mitten im Örtchen. Nach den Anstrengungen der letzten Tage waren wir sehr müde und machten nur einen kleinen Spaziergang. Ansonsten gönnten wir uns eine wohlverdiente Ruhepause.
Am nächsten Morgen ging es schon sehr früh los zum Nordic Walking durch das Watt. Die nette Bedienung des Hotels kam extra früher zum Dienst, damit wir schon um 7 Uhr das Wahnsinns-Frühstücksbuffet genießen konnten. Dies war mit Abstand das beste Frühstück, was wir in den letzten Tagen bekommen haben. Leider hatten wir nicht so viel Zeit, doch morgen werden wir dies noch richtig auskosten. In Schillig empfing uns Wolfgang Gedat, unser persönlicher Wattführer, der uns erst das richtige Benutzen der Nordic-Walking-Stöcke zeigte, um mit uns anschließend quer durchs Watt zu laufen. Währenddessen erzählte er uns viel Interessantes. Es hat viel Spaß gemacht und war sehr aufschlussreich. Wolfgang Gedat ist für uns der "Rüdiger Nehberg des Wattenmeeres" gewesen. Nach dem zweistündigen Marsch durch Watt und Priele brachen wir erst wieder auf zum Hotel, um uns kurz umzuziehen, dann ging es gleich wieder los zum Landboarding-Kurs bei Anuwat Kitboarding am Strand von Schillig.
Der Inhaber persönlich, Anuwat Vardthanavibhate, hat uns den Umgang mit dem Kite sehr entspannt und geduldig beigebracht. Am Ende gelang es unter den wachsamen Augen des Lehrers einige Meter auf dem Board zurückzulegen. Es hat viel Spaß gemacht und vor allem das freundliche Wesen und die Lebensweisheiten von Anuwat haben unseren Schnupperkurs zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht. Vielen Dank nochmal dafür! Nach dem vierstündigen Schnupperkurs waren wir sehr hungrig und holten uns eine Bratwurst auf dem Bauernmarkt von Schillig, der gerade dort stattfand. Dann ging es wieder ins Hotel. Den Abend verbrachten wir ruhig, der erste Muskelkater machte sich auch bemerkbar.
Morgen ist unsere Aktivreise leider schon vorbei, der Alltag kehrt wieder. Dennoch nehmen wir jede Menge Eindrücke mit von unserer Reise. Zumindest wurden wir angeregt, aktiv zu werden, Sportarten auszuprobieren, die wir uns sonst nicht zutrauen würden. Alle Schnupperkurse, die wir in der Woche ausprobieren durften, haben sich gelohnt und viel Spaß gemacht. Ganz toll war das Thalassozentrum bade:hauses Norderney. Die verschiedenen Becken und Schwimmbereiche sind toll, der Wellnessbereich sehr stylisch aufgemacht und das Personal sehr nett.
Das Gezeitenland auf Borkum ist nicht vergleichbar mit dem bade:haus, es ist einfach anders, es gibt auch einen schönen Saunabereich und einen wunderschönen Wellnessbereich, allerdings nicht so viele Entspannungsbecken, dafür einen Flowrider, eine künstliche Welle, und der Außenbereich ist größer.
Das schönste Hotel war das Leuchtfeuer in Horumersiel. Die Zimmer sind einfach zum Wohlfühlen, das Frühstücksbuffet ist sehr umfangreich und lecker und das Personal ist äußerst aufmerksam, freundlich und hilfsbereit. Hier haben wir uns am wohlsten gefühlt.
Wie abgesprochen holte uns Stefan Kühn vom bade:haus ab und brachte uns zum Flughafen. Dort angekommen kam kurze Zeit später unser Flugzeug angeflogen. Der Kapitän war sehr nett und im Nu waren wir in der Luft. Das Wetter war toll und es hat riesigen Spaß gemacht.
Auf dem Flugplatz Borkum kam sogleich Matthias Alberding, Marketingleiter von Borkum, der mit uns zum Hotel „Weiße Düne“ gefahren ist. Nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten, gingen wir mit Matthias Alberding an die Strandpromenade, wo wir zusammen im Kartoffelkäfer zu Mittag aßen. Da der Wind nicht ausreichte haben wir unseren Strandbuggykurs auf den nächsten Morgen verschoben. Also hatten wir den ganzen Tag Zeit für uns. Wir genossen das herrliche Wetter und gingen Stunden um Stunden spazieren, flanieren und bummeln. Es war so schön, wir merkten gar nicht, wie kaputt wir schon waren. Erschöpft kehrten wir ins Hotelzimmer zurück. Das Hotel ist auch sehr schön. Das Frühstück war gut und wir gingen gespannt zum Strand, um uns von unserem Lehrer Jan das Kiten und Buggyfahren erklären zu lassen.
Das Kiten hat wahnsinnig Spaß gemacht und manchmal klappte es tatsächlich, ein paar Meter mit dem Buggy zu fahren. Nach 2 Stunden waren wir kaputt und glücklich, diesen Sport ausprobiert zu haben. Wir gönnten uns ein Alster und ein Fischbrötchen, bevor wir ins Gezeitenland gingen. Dort erwartete uns die Floatingmuschel, eine Wanne in Muschelform, in der sehr salzhaltiges Wasser eingelassen wird und man dann, wie im toten Meer, dort schwerelos verweilen und entspannen kann. Nach dieser Anwendung verbrachten wir noch eine Weile im Gezeitenland. Hinterher machten wir noch einen Inselspaziergang – das Wetter war einfach zu schön. Die Schmerzen in den Muskeln wurden immer größer und wir hoffen, dass der Muskelkater vom Strandbuggyfahren am nächsten Tag nicht so groß sein würde.
Wenn wir unsere Aufenthalte auf Norderney und Borkum miteinander vergleichen, kommen wir zu dem Ergebnis, dass das bade:haus mit Abstand schöner ist, als das Hotel zur Weißen Düne, außer die Betten, die sind im bade:haus ganz unangenehm gewesen, es waren Wasserbetten, in denen wir sehr schlecht geschlafen haben. Die Räumlichkeiten, der Service und das Frühstück waren aber mit Abstand besser.
Auf Norderney hat sich Stefan Kühn sehr ins Zeug gelegt, um uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, so machte er mehrere Fahrdienste für uns und organisierte auch andere Reisedetails. Matthias Alberding auf Borkum steht ihm in nichts nach, er hat sich auch sehr um uns gekümmert und sich nicht lumpen lassen: Er lud uns zum Essen ein, wir konnten uns eine Anwendung im Gezeitenland aussuchen und bekamen freien Eintritt sowie Bademantel und Handtücher.

Nach einer reibungslosen Anreise mit Auto und Fähre, kamen wir schließlich auf Norderney an. Stefan Kühn vom Staatsbad Norderney holte uns am Fähranleger ab und nahm uns herzlich in Empfang.
Im bade:haus Norderney angekommen, wurden wir auch dort sehr aufmerksam begrüßt, nach einer kurzen Einweisung konnten wir in unser Appartement. Das bade:haus ist sehr zu empfehlen.
Das tollste ist, dass man, wenn man im Appartement wohnt, zu jedem Bereich freien Zugang hat, inklusive Bademantel und Handtüchern. Nach einem kleinen Erkundungsspaziergang wollten wir es uns nicht nehmen lassen, und sind gleich in unsere Badeklamotten geschlüpft und entspannten uns in den vielen verschiedenen Bädern. Genial ist das 36° warme Solebad, in dem man sich wie schwerelos fühlt. Im Feuerbad kann man sich bei 42°C ordentlich „weichkochen“ lassen. Die Schwallduschen, bei denen ein riesiger Duschkopf in 5 Metern Höhe angebracht ist, sind ein absolutes Highlight. Nachdem wir uns ordentlich ausgetobt haben, entspannten wir in unserem gemütlichen Appartement im Wasserbett.
Am nächsten Morgen waren wir schon sehr gespannt auf unseren ersten Kurs. Nach einem stärkenden Frühstück ging es um 11 Uhr los. Stefan Kühn war so nett und brachte uns zur Surfschule. Eigentlich sollten wir einen Kitesurfkurs bekommen, doch da Kitesurfen zur Zeit nicht angeboten wird, lernten wir bei unserer charmanten Lehrerin Annika Windsurfen¦naja, die Anfänge eben. Es hat Spaß gemacht, zumal das Wetter einfach traumhaft war. Am Ende konnten wir schon fahren und wenden. Nach dem Kurs waren wir platt. Wir spazierten zum bade:haus zurück und machten uns etwas zu Essen.
Nach einem kleinen Shoppingausflug freuten wir uns auf unseren erneuten Besuch im Wellness-, Sauna- und Wasserbereich des bade:hauses. Wir haben sogar einen Gutschein für ein „Schlammbad“ geschenkt bekommen. Man bekommt eine Schale mit Schlick und Meersalz, damit reibt man sich am ganzen Körper ein, anschließend wird heißer Dampf in den Raum gepustet. Nach einer Weile gingen Duschen an und man konnte sich den ganzen Schlamm wieder abwaschen. Es war ein tolles Erlebnis! Die Haut war hinterher zart wie ein Babypopo! ;-) Erst am späten Abend haben wir den Thalassobereich des bade:hauses verlassen.
Müde gehen wir zu Bett und sind gespannt, wie der Flug und der Aufenthalt auf Borkum werden!