Das Wattenmeer gehört zum Weltnaturerbe.
Die Nordsee für Ihren PC!
Schicken Sie Ihren PC in den Nordseeurlaub.
Laden Sie mit einem Klick kostenlos den Nordsee-3D-Bildschirmschoner
herunter und genießen Sie die Weite der niedersächsischen Nordsee vor dem heimischen Computer.
So vergeht die Zeit zum nächsten Nordseeurlaub noch schneller!
Das geheimnisvolle Meer fasziniert die Menschen seit jeher.
Moin“, sagt der Kapitän ostfriesisch kurz und knapp zur Begrüßung, nachdem wir gerade abgelegt haben und Kurs Richtung Urlaubsstimmung nehmen. „Moin“ ist das vielverwendete Grußwort der bodenständigen Menschen hier an der Nordseeküste. „Moin“ sagen sie von morgens bis abends. „Moin“ kann alles heißen zwischen „Hallo“, „Na?“ und „Guten Tag“ bis zu „Wie geht’s?“ und „Wunderschönen guten Tag!“
Wunderschön ist der Tag wirklich. Die Sonne strahlt schon am frühen Morgen vom azurblauen Himmel und verströmt beinahe südländisches Flair. Die weiß gestrichene schmucke Fähre erstrahlt im hellen Sonnenschein. Ich sitze auf dem oberen Deck und lasse mir den frischen Seewind um die Nase wehen und die Sonne auf die Haut brennen. Nach einer Weile, als der Hafen schon in weiter Ferne ist und wir dem Horizont ein Stückchen näher gekommen sind, schließe ich kurz die Augen und lasse mich einfach nur treiben. Die Nordsee erleben. Das ist nicht einfach irgendein Schlagwort. Während der Fahrt durch den faszinierenden Nationalpark Wattenmeer sollte man besser seine Augen offen halten, denn hier gibt es immer etwas zu sehen.



Bäume, die scheinbar aus dem Meer wachsen. Die so genannten Pricken, die allerdings von Menschenhand gesetzt werden. Sie markieren die Fahrrinne, in dem das Wasser – unabhängig von Ebbe und Flut – für die Schiffe tief genug ist. Möwen sind unsere ständigen Begleiter. Sie kreisen gierig über unseren Köpfen und warten auf die obligatorische Raubtierfütterung. „Bitte keine Möwen füttern!“ prangt auf einem Schild als dezenter Hinweis an der Reling. Sie brauchen uns Menschen wirklich nicht und können sich sprichwörtlich „selbst über Wasser halten“. Als wir an den Seehundsbänken vorbeifahren, zücken die Menschen aufgeregt ihre Fotoapparate und schießen unzählige Fotos von den possierlichen Tieren mit den großen Knopfaugen, die hier in großen Verbänden leben. Sie liegen träge in der Sonne und würdigen uns keines Blickes. In der Ferne leuchten die weißen Dünenkappen der Inseln wie schneebedeckte Bergspitzen. Als wir nach links abbiegen, erfahrene Seeleute sprechen da von Backbord, weil links „Kaptein sien Hart backt“, fängt das Schiff leicht an zu schaukeln. Endlich wird es maritim.

Wieder zücken die Menschen an Bord ihre Fotoapparate, als gerade einer dieser modernen Katamarane an uns vorübergleitet. „Das ist wie fliegen, nur auf dem Wasser“, hatte kürzlich einer meiner Freunde, ein seeunerfahrener Binnenländer wie wir von der Küste gerne sagen, ganz aufgeregt berichtet, als er zum erstenmal mit einem gefahren war. Recht hatte er.
Mit 70 Stundenkilometern über das Meer zu fegen, ist wirklich ein ganz besonderes Erlebnis, das auch nichts an seinem Reiz verliert, wenn man häufiger mitfährt. Im Gegenteil: jedesmal ein Genuss! Wenn man hinten auf dem offenen Schiffsheck die Elemente spürt. Wenn der kräftige Fahrtwind einem die Haare zerzaust. Wenn das gewaltige Antriebssystem das Wasser mit einer Kraft von über 12000 Pferdestärken wie sprudelnde Fontänen in die Höhe schießt. Wenn wir an großen Frachtschiffen vorüberziehen und sie schnell hinter uns lassen, als ob sie stehen würden.
Mit einem der traditionellen Bäderschiffe war ich schon häufiger mal nach Helgoland, Deutschlands einzige Hochseeinsel, gefahren. Mindestens einmal im Jahr, auch zum zollfreien Einkauf, aber irgendwie hatte es mir die schroffe Felseninsel mit ihrem rauen Klima und den kunterbunten Hummerbuden angetan. Ich genoss die mehrstündige Zeit auf hoher See, weil man zum süßen Nichtstun verdammt ist. Entspannt an Deck in einem Liegestuhl in der Sonne dösen. Das ist Erholung pur! Richtig abenteuerlich finde ich auch immer das Ausbooten vor der roten Felseninsel in die so genannten Börteboote, das bei etwas Wellengang allerdings erst richtig lustig wird, auch wenn man dabei durchaus einen nassen Hintern riskiert. Aber in diesem Sommer, das hatte ich mir fest vorgenommen, wollte ich mit dem Schnellschiff „mal eben nach Helgoland“, wie es die auffällige Werbung auf der überdimensionalen Plakatwand vor dem Bahnhof förmlich vermittelte. Auch, weil mich die moderne Technik irgendwie fasziniert. Aber auch, weil ich die hohe Geschwindigkeit liebe, mit der das Schiff durch die Wellen pflügt.

Aber heute haben wir ein anderes Ziel. Heute wollen wir auf einer der sieben Ostfriesischen Inseln, die manchmal scheinbar zum Greifen nah wie Perlen an einer Schnur aufgereiht vor der niedersächsischen Nordseeküste liegen – und dann manchmal im leichten Dunst verschwinden und vom Festland gar nicht auszumachen sind. Sieben Inseln. Sieben kleine Weltwunder. Sieben zum Verlieben. Siebenmal auf Sand gebaut – und doch jede für sich ein Buch mit sieben Siegeln.
Davor steht jedoch immer erst die abwechslungsreiche Se(h)ereise, wenn man nicht den Flieger nimmt. Und als ich unentdeckt in die erwartungsvollen Gesichter der Mitmenschen an Bord blicke, frage ich mich, was sie seit jeher hier an die Nordsee lockt. Die Sommerfrische. Sicherlich. Aber allem Wandel zum Trotz waren die Motive der Touristen über die Jahrhunderte wohl die gleichen: Die Sehnsucht nach Erholung, Abenteuer oder Bildung trieb und treibt sie hierher. „So ein Törn ist doch ein echtes Erlebnis“, meint ein älterer Herr, als wir gerade im Hafen festmachen. Und egal ob Tagestourist oder Urlauber. Für diejenigen, die schon mal an Bord waren, ist es die schönste Seereise der Welt.
Eine Seefahrt, die ist lustig. Eine Seefahrt, die ist schön! Stimmt.
Vor allem ist eine Se(h)efahrt aber eins: ungemein erlebnisreich.
» zur Übersicht der Reedereien