Das Wattenmeer gehört zum Weltnaturerbe.

„Wullt mit mi spölen?“ - für alle Kinder an der Nordsee gibt’s überall Veranstaltungen an den Sand- und Grünstränden, und das von morgens bis abends. Um die Junioren wird sich rund um die Uhr gekümmert, so dass Mama und Papa auch mal allein etwas unternehmen können. Und sollte das Wetter mal nicht so mitspielen, geht es in die Spielscheunen und -häuser: „Trockendock“, „Kunterbunt“, „Spöölhus“ und „Spöölstuuv“, „Spaßkiste“ und wie sie alle heißen.

Faulenzurlaub am Strand. „My home is my castle“ ist das Zauberwort, denn mit „teamwork“ soll ein eigenes Reich auf Zeit entstehen. Zwangsläufig ist der erste Strandtag dann arbeitsreich: „Alle Mann an die Schaufeln“ heißt die Parole. Um den Strandkorb wird eine runde Burgmauer aus Sand aufgeschüttet, Seewasser wird eimerweise herangeschleppt und mit Sand vermengt. Es wird geklopft, festgetrampelt und zum Schluss - Ordnung muss sein - werden „Namensschilder“ aus Muschelhälften angebracht, damit die anderen auch wissen, wer ihr neuer Nachbar ist.
Während Mama und Papa sich nun in der Sonne einen lauen Lenz machen, sitzt Susanne als „Burgfräulein“ auf dem Burgwall und gibt ihren Brüdern Anweisung, wo sie nach einer Schatzkiste zu graben haben. Einer muss schließlich das Kommando führen! Kinderparadies Nordsee: Baggern, buddeln und bauen kann man nach Herzenslust am Strand. Leuchttürme aus nassem Sand sind die leichteste Übung. Kunstfiguren aus Sand - da wird es schon etwas schwieriger. Einen Seehund oder eine Seejungfrau müsste man aber eigentlich auch „gebacken“ kriegen. Baumaterial gibt’s reichlich: Sand und Nordseewasser, also Baggermatsch.
Während Papa und Opa sich als Bildhauer versuchen, sind die Kinder auch nicht faul: Ein tiefes Bett wird ausgehoben, in das Opa sich dann hineinlegen muss. Mit Sand wird er sorgfältig zugedeckt. Nur noch der Kopf und die Füße lugen aus dem Sand, und Opa kann vormachen, wie man gleichzeitig mit den Ohren und den großen Zehen wackelt.
Dann wird alles ordentlich mit Wasser begossen und schööön festgeklopft - den Sonnenschirm nicht vergessen, denn sonst glüht Opas Haupt irgendwann wie ein Leuchtturm. Als dann die Mannschaft abends nach getaner Tat wieder Richtung Ort wandert und schon Pläne für einen neuen schönen Tag geschmiedet werden, fragt einer entsetzt: „Huuuch, wo haben wir Opa denn gelassen...?“. Na sowas!
Text © SKN Druck und Verlag GmbH & Co.; Nordsee Magazin