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Kleinode per Fahrrad entdecken

Das ländlich geprägte Wangerland grenzt im Norden an die offene See und im Osten an die Außenjade und verfügt somit über eine fast 27 Kilometer lange Küstenlinie. Diese besondere geografische Lage und die Weite der friesischen Landschaft bieten ideale Voraussetzungen.

Fotoquellen (weitere Infos im Impressum): Fotolia.de
Fotolia.de

Das höchste Glück der Erde – kann gelegentlich auf dem Sattel eines Drahtesels liegen. Besonders, wenn man im Wangerland Urlaub macht. Die Fläche der Feriengemeinde, die zu mehr als 90 Prozent landwirtschaftlich genutzt wird, ist so flach wie ein Pfannkuchen und verfügt über ein nahezu flächendeckendes Radwegenetz. Das heißt, einige „Hügel“ sind doch auszumachen – sieht man mal vom Deich ab: Im Wangerland gibt es noch einige typische Rundlingsdörfer, auf Warfen gelegen. Oft sind es nur wenige Höfe und Häuser, die sich rund um die Kirche gruppieren, die – als Rückzugsort bei Überflutungsgefahr – immer auf dem höchsten Punkt gebaut wurden. Die versteckten Warfendörfer, an denen der ortsfremde Autofahrer zumeist achtlos vorüberrauscht, sind lohnenswerte Ziele für Radwanderer, denn sie bieten typisch ostfriesisches Flair und damit auch viele reizvolle Fotomotive.

Wüppels ist so ein Ort, winzig klein, mit einer Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert. Sie bildet den Abschluss einer räumlich harmonischen Gebäudegruppe, die einst die Grundelemente des Kirchspiels bildete: Pfarrhaus, Schule und Dorfkrug. Hohe alte Bäume schützen den Ort vor Sonne und vorm Seewind. Zu erreichen ist er über eine Abzweigung von der Straße zwischen Hooksiel und Schillig.

Ein anderes lohnendes Radlerziel, in dem es auch recht beschaulich zugeht, ist der kleine Badeort Minsen, ebenfalls ein Warfendorf mit einer Granitkirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, die einst den Schiffern als Seezeichen diente. Gleich gegenüber befindet sich eine ehemalige Gaststätte aus dem Jahre 1750. Heute ist darin ein Infozentrum zum Wattenmeer (Nationalpark) mit attraktiven Nordseeaquarien sowie im Obergeschoss eine Ausstellung zu den erneuerbaren Energien mit dem Schwerpunkt Windenergie untergebracht.

Südwestlich von Hohenkirchen, liegt die höchste Erhebung des Wangerlandes: Ziallerns. Die Rundwarf oder -wurt, auf der die Zeit stehengeblieben zu sein scheint, ist vier Meter hoch und hat einen Durchmesser von 200 Metern. Rund um das landschaftsgeschützte Dorf führt eine schmale Straße entlang an Gehöften, deren Wirtschaftsteil den Ländereien zugewandt ist. Schmale Spazierwege führen über die Warf, auf deren höchster Stelle sich ein mit Süßwasser gefüllter Fething (Tauteich), befindet. Mitten im Dorf gibt es das Informationszentrum „Wurtendorf“.

Wer Lust auf frische Nordseeluft verspürt, lenkt sein Fahrrad über insgesamt 27 Kilometer Wangerländer Radwege am Deich entlang – oder darüber hinaus: Zwischen Horumersiel und Norddeich verkehrt ein Bus mit Fahrradanhänger, das Huckebike. So kann der Radler stets den Rückenwind nutzen und entferntere Ziele erkunden. Empfehlenswert für einen Radausflug ist auch die ehemalige Eisenbahnstrecke zwischen Carolinensiel und Jever. Man kann sich aber auch den vielen geführten Radtouren anschließen, die übrigens auch für Familien mit Kindern angeboten werden.

Wer sein eigenes Fahrrad nicht mit in den Urlaub genommen hat, muss trotzdem nicht auf sein gesundes Vergnügen verzichten: In Horumersiel-Schillig, Hooksiel, Minsen-Förrien und Hohenkirchen gibt es Fahrradverleihe.

Adresse
Wangerland Touristik GmbH
Zum Hafen 3
26434 Wangerland/Horumersiel
Telefon 04426/987110
Fax 04426/987187
Internet: www.wangerland.de
E-Mail: info(at)wangerland.de


Erwähnenswert:

Das gibt’s nur einmal an der niedersächsischen Küste: Für Campinggäste im Wangerland reserviert die Nordsee gewissermaßen die ultimativen Logenplätze. Strand und Meer sind mit wenigen Schritten zu erreichen. Buchstäblich hautnah erlebt der Camper die Verbindung zu seinem maßgeblichen Urlaubsplaner – zur Nordsee. Ein besonderer Service: Reservieren Sie Ihren Stellplatz direkt.




Text und Bilder (soweit nicht anders gekennzeichnet) © SKN Druck und Verlag GmbH & Co.; Nordsee Magazin

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